Modulname |
Raum, Kultur und Identität in Mittel- und Osteuropa |
Gebiet |
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Profil |
Profil Freie Studien
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CPs |
5 CP |
Campus |
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Voraussetzungen |
Keine; alle Texte werden im Original sowie in Übersetzung ins Englische oder Deutsche zur Verfügung gestellt. Wenn das Modul oder Modulteile im Curriculum eines Faches Verwendung findet, sind Studierende dieses Faches auszuschließen. Innerhalb von Modul-Typen werden vergleichbare Kompetenzen vermittelt, so dass Studierende jeden Modul-Typ nur einmal wählen können. Bitte berücksichtigen Sie dies bei der Modulplanung. Module sind in der Regel kostenfrei durchzuführen. Sollten Kosten anfallen, sind die voraussichtlichen Kosten aufzuführen. |
Besonderheiten |
TN-Plätze 10 TN Termin 1. Sitzung 14.04.2025, 10.15-11.45 Uhr, GB8/154 Anmeldung Um die Anmeldung für alle Beteiligten transparenter zu gestalten, werden jeweils die drei Wochen vor dem offiziellen Vorlesungsbeginn sowie die ersten beiden Vorlesungswochen eines jeden Semesters als „Zeitfenster“ genutzt (=2 Wochen Anmeldung, 1 Woche verlängerte Abmeldung, 2 Wochen Nachmeldungen/ Restplatzverteilung) Bei allen anderen Anmeldeverfahren (z.B. 1. Sitzung, per Mail) beschreiben Sie diese bitte ähnlich ausführlich. Bitte beachten Sie: Eine Abmeldung während des Semesters ist immer über den/die DozentInnen möglich. Studierenden, die im Laufe des Semesters nicht länger das Modul besuchen (resp. die Fehlzeiten überschritten haben), muss in VSPL ein „nicht bestanden“ eingetragen werden. Zusammensetzung der Endnote 50:50 Teil 1: benotete Klausur Teil 2: benotetes Referat Prüfungstermin Teil 1: 17.07.2025, 10.15-11.45 Uhr, GB8/154 Teil 2: individueller Referatstermin |
Blockseminar |
Nein |
Vorkenntnisse |
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Veranstaltungszeit |
Donnerstag 10:00 - 12:00, Freitag 10:00 - 12:00 |
Dozenten |
Thomas Skowronek, Yvonne Pörzgen |
Arbeitsaufwand |
180 h Präsenz: ca.60 h Eigenarbeitszeit: ca. 120 h (v.a. Textlektüren, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung, Referatsvorbereitung) |
Literatur |
Caffee, Naomi; Frieß, Nina (Hg.): Not only Russian: Explorations in Contemporary Russophone Literature. Russian Literature, Jan.-Feb. 2022. Puleri, Marco: Ukrainian, Russophone, (Other) Russian: Hybrid Identities and Narratives in Post-Soviet Culture and Politics. Frankfurt am Main 2020. Wyspiański, Stanisław; Ewa Miodońska-Brookes: Akropolis. Wrocław 1985. |
Modulteil |
[051226] Russophone Pluralität: Russischsprachige Literatur in transnationalen Kontexten - SS 2025, [051228] Stadt, Land, Fluss: Polnische Raumkonstruktionen - SS 2025 |
Modultyp |
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Modulanbieter |
Fakultät für Philologie |
Inhalt |
Teil 1: Russophone Pluralität: Russischsprachige Literatur in transnationalen Kontexten (Vorlesung), SoSe 2025, GB8/154, Do, 10.15-11.45 Uhr Teil 2: Stadt, Land, Fluss: Polnische Raumkonstruktionen (Hauptseminar), SoSe 2025, , GB8/160, Fr, 10.15-11.45 Uhr Raum, Kultur und Identität sind miteinander verflochtene Größen. Im Modul untersuchen wir, wie diese Konzepte bezogen auf den polnischen Raum und die russophone Literatur einander bedingen. Bewusst werden historische und politische Ereignisse wie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die Nationalisierungspolitik der Partei Recht und Gerechtigkeit in Polen einbezogen, um Chancen und Gefahren der Ideen von Raumaneignung und Kulturformung zu thematisieren. Teil 1 : Wem gehört die russische Sprache? Wer darf zur russischen Literatur gezählt werden? Wer entscheidet aus welchen Gründen über diese Zuordnungen? Diese und ähnliche Fragen diskutieren wir mit Hilfe von Kolleg:innen anderer Slavistik-Institute und kultureller Einrichtungen. Schon vor dem vollumfänglichen Angriff Russlands auf die Ukraine seit Februar 2022 wurde das Konzept der Russophonie als Chance begriffen, die sowjetischen und postsowjetischen kulturellen und kommunikativen Gegebenheiten zu reflektieren und Sprache, Ethnos und Staat nicht als eine fest verbundene Größe zu verstehen. Denn je nach Verständnis lassen sich unter russophoner Literatur sowohl auf Russisch in Russland durch Russ:innen geschriebene Texte verstehen als auch Werke, die außerhalb Russlands, nicht auf Russisch bzw. nicht durch Russ:innen verfasst wurden, aber einen signifikanten Bezug zum dem aufweisen, was unter russischer Literatur bislang verstanden wurde. Diese Entwicklungen verweisen auf tiefgreifende Veränderungen nicht nur in gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen, die mit Stichworten wie Globalisierung und Migration geopolitisch einzuordnen wären, sondern auf Verschiebungen auch auf der methodologischen Ebene. Die slavistische Literaturwissenschaft erarbeitet neue Konzepte, um eine sich radikal wandelnde Wirklichkeit möglichst adäquat beschreiben und analysieren zu können. Teil 2: Polens Grenzen haben sich im Laufe der Jahrhunderte permanent verändert. Die Extreme reichen von der größten Ausdehnung der Rzeczpospolita obojga narodów von Meer zu Meer bis zum Verschwinden von der europäischen Landkarte für 123 Jahre. Die Westverschiebung nach dem Zweiten Weltkrieg hat zum Verlust bis dahin als urpolnisch wahrgenommener östlicher Gebiete gefühlt. Im Seminar befassen wir uns mit den unterschiedlichen Mental Maps Polens und mit den Erinnerungsorten (lieux de mémoire), die mit Vorstellungen von Polen verbunden sind. Dies sind geographische Orte wie der Wawelhügel in Krakau und die Weichsel, Gebäude und Denkmäler (z.B. das Denkmal für den Aufstand im Warschauer Ghetto), aber auch Ideen wie die mit der Stadt Łódź verbundene Hoffnung auf ein „gelobtes Land“. Alte und neue Vorstellungen von Polen werden dabei im Sinne der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen in ihrer Überlagerung herausgearbeitet. Europäische Bezüge, koloniale Projekte und hegemoniale Vorstellungen sind diesbezüglich relevante Stichworte. |
Lernziele |
Wissen über die Verflechtung von Raum, Kultur und Identität Kenntnisse zum Diskurs über russische vs. russophone Literatur Kenntnisse über die polnischen Erinnerungsorte verschiedener Epochen |