Modulname |
Vertiefungsmodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide |
Gebiet |
|
Profil |
Profil Freie Studien
Profil Zukunft
|
CPs |
5 CP |
Campus |
Hier geht
es zum Vorlesungsverzeichnis |
Voraussetzungen |
Es sind keine speziellen Voraussetzungen zu erfüllen, es wird aber empfohlen, zuvor das Basismodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide absolviert zu haben. Das Modul wendet sich an alle Studierenden in der BA-Phase, die an interdisziplinären Fragestellungen interessiert sind. Studierende der Geschichte können an diesem Modul nur teilnehmen, wenn Sie die Veranstaltungen des Moduls nicht für das Fach besuchen wollen. |
Besonderheiten |
TN-Plätze: 10/30 Plätzen für den Optionalbereich Termin der ersten Sitzung: 16.04.2025 (1. Sitzung der Übung) Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt in eCampus auf der Modulebene vom 10.03.-04.04.2025. Zusammensetzung der Endnote: Das Referat (Teil 1) bildet 50 % und das Referat und dessen Verschriftlichung (Teil 2) bildet 50% der Gesamtnote. Prüfungstermin: Die Prüfungsleistungen werden während der Veranstaltungslaufzeit erbracht. Hinweise: Andere Optionalbereichsmodule, in denen die Übung „Historische Genozidforschung. Methoden und Theorien“ oder das Seminar Schlüsselwerke der Holocaust- und Genozidforschung im Kontext: Léon Poliakovs „Vom Hass zum Genozid. Das Dritte Reich und die Juden“ (1951)“ Bestandteil sind, können nicht parallel belegt werden. |
Blockseminar |
Nein |
Vorkenntnisse |
Es sind keine speziellen Voraussetzungen zu erfüllen, es wird aber empfohlen, zuvor das Basismodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide absolviert zu haben. Das Modul wendet sich an alle Studierenden in der BA-Phase, die an interdisziplinären Fragestellungen interessiert sind. Studierende der Geschichte können an diesem Modul nur teilnehmen, wenn Sie die Veranstaltungen des Moduls nicht für das Fach besuchen wollen. |
Veranstaltungszeit |
Mittwoch 08:30 - 10:00, Freitag 10:00 - 12:00 |
Dozenten |
Rouven Thäwel, Medardus Brehl |
Arbeitsaufwand |
Teil 1 (Seminar): Aktive Teilnahme, Referat (2 CP) Teil 2 (Seminar): Aktive Teilnahme, Referat und Verschriftlichung (3 CP) |
Literatur |
Teil 1: Barth, Boris: Genozid. Völkermord im 20. Jahrhundert, München 2006. Teil 2: Poliakov, Léon: Vom Hass zum Genozid. Das Dritte Reich und die Juden, Berlin 2021 (zuerst: frz. 1951) . |
Modulteil |
[040118] ÜMT: Historische Genozidforschung. Methoden und Theorien - SS 2025, [040203] ÜfF: Schlüsselwerke der Holocaust- und Genozidforschung im Kontext: Léon Poliakovs Vom Hass zum Genozid. Das Dritte Reich und die Juden (1951) - SS 2025 |
Modultyp |
|
Modulanbieter |
Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen, Institut für Diaspora- und Genozidforschung |
Inhalt |
Teil 1: Historische Genozidforschung. Methoden und Theorien (Übung), SoSe 2025, Mittwoch 8:30-10 h (Dr. Medardus Brehl/Rouven Thäwel B.A.) Teil 2: Schlüsselwerke der Holocaust- und Genozidforschung im Kontext: Léon Poliakovs „Vom Hass zum Genozid. Das Dritte Reich und die Juden“ (1951) (Seminar), SoSe 2025, Freitag 10-12 h (Dr. Medardus Brehl) Das 20. Jahrhundert gilt als „Jahrhundert der Völkermorde“. Auf zentrale Strukturcharakteristika genozidaler Politiken hat insbesondere die seit den 1970er Jahren in anglo-amerikanischen Forschungszusammenhängen entstandene interdisziplinäre Genozidforschung aufmerksam gemacht. Das Modul möchte zweierlei leisten: Einerseits führt es grundlegend in die Fragestellungen und Konzepte der interdisziplinären Genozidforschung ein (Teil 1). Andererseits sollen anhand der intensiven Lektüre eines „Klassikers“ der Forschung zum Holocaust charakteristische Strukturen von Genoziden, ihre sozialen und kulturellen Rahmungen sowie Strategien ihrer Legitimation erarbeitet werden (Teil 2). Das Modul bietet zudem Gelegenheit zur Erarbeitung von Fragen und eigenen Projekten, denen im Rahmen der Seminare besonderer Raum geboten werden soll. Das Modul ist anrechenbar als Vertiefungsmodul 1 oder 2 für das Zertifikat „Collective Violence, Holocaust und Genocide Studies“ (CVG) des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung, das in Kooperation mit dem Optionalbereich und der Professional School of Education der Ruhr-Universität Bochum vergeben wird. Teil 1: Die Übung führt grundlegend in das Thema des Moduls ein und verbindet dabei historische, sozialwissenschaftliche und völkerrechtliche Perspektiven. (a) Einführung in den Begriff „Genozid“ und die Völkermordkonvention – historischer Hintergrund, Begriffsgeschichte, Definitionen, Diskussionen (b) Einführung in die Genozidforschung (c) Einführung in strukturvergleichende und typologisierende Ansätze (d) Blicke auf Aspekte wie „Ideologie und Gewalt“, „Nationenbildung und Identität“ oder Prozesse der Definition von „Feind“ und „Feindschaft“ (e) Blicke auf aktuelle Krisen und politische Konflikte. Teil 2: Das Seminar möchte strukturiert in Léon Poliakovs Werk „Vom Hass zum Genozid. Das Dritte Reich und die Juden“ (1951) einführen. Zum einen soll Poliakovs spezifische Lesart und Erklärung des Holocaust in einem Close Reading-Verfahren erarbeitet werden. Zum anderen wird die komplizierte Publikations- und Rezeptionsgeschichte des Buches in ihren politik-, kultur-, wissenschafts- und disziplingeschichtlichen Kontexten erarbeitet. Darüber hinaus sollen schließlich anhand dieser frühen Studie zur Geschichte des Holocaust auch Fragen nach den narrativen Strategien, der Rhetorik und den Tropen eines wissenschaftlichen Schreibens über Antisemitismus, Nationalsozialismus, Ausgrenzung, Stigmatisierung, kollektive Gewalt und Völkermord diskutiert werden. |
Lernziele |
Förderung interdisziplinären Arbeitens, Diskutierens und Verstehens. Erfahrung mit Präsentationserstellung und Präsentation. Das Modul bietet zudem Gelegenheit zur Erarbeitung von Fragen und eigenen Projekten, denen im Rahmen der Seminare besonderer Raum geboten werden soll. |