Modul: Mehr als nur Theologie postkolonial: interdisziplinäre Interventionen

Modulname Mehr als nur Theologie postkolonial: interdisziplinäre Interventionen
Gebiet
Profil Profil Freie Studien
CPs 5 CP
Campus Hier geht es zum Vorlesungsverzeichnis
Voraussetzungen Für Bachelorstudierende theologischer, geschichtswissenschaftlicher und affiner Fächer.
Besonderheiten Teilnahmeplätze : 3/12 für den Optionalbereich Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über die Veranstaltung Nr. 020044 in Campus. Sie sind damit automatisch für das ganze Modul angemeldet. Anmeldezeitraum: 16.03. - 17.04.20226 Zusammensetzung der Endnote: ca. 12seitige schriftliche Hausarbeit im Stil eines umfangreicheren postkolonialenStadtführers.
Blockseminar Ja
Vorkenntnisse
Veranstaltungszeit
Dozenten Vito Alexander Vasser Santos Batista
Arbeitsaufwand
Literatur Die Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben.
Modulteil [020044] Mehr als nur Theologie postkolonial - interdisziplinäre Interventionen (Blockveranstaltung) - SS 2026
Modultyp
Modulanbieter Katholisch-Theologische Fakultät, II. Historische Theologie
Inhalt Teil 1: Mehr als nur Theologie postkolonial: interdisziplinäre Interventionen (Vorbereitungsphase), SS 2026, Termine: 29.04. und 26.08., jeweils 16-18 Uhr (Zoom) Teil 2: Mehr als nur Theologie postkolonial: interdisziplinäre Interventionen (Summer School), SS 2026, Exkursion nach Berlin, Termin: 22.-24.09.2026 Das Modul verbindet religionspädagogische, systematisch-theologische, historisch-kritische sowie erinnerungskulturelle Zugänge, um postkoloniale Theorien als interdisziplinäres und intersektionales Analyseinstrument zu erschließen. Ziel ist es, globale Machtverhältnisse, Wissensordnungen und historische Kontinuitäten sichtbar zu machen und zu reflektieren. Zugleich birgt postkoloniale Kritik die Gefahr, grundlegende Universalien wie Gerechtigkeit und (christliche) Solidarität zu destabilisieren. Eine Exkursion nach Berlin, u.a. ins Humboldt Forum, ermöglicht die konkrete Spurensuche bzw. Auseinandersetzung mit kolonialen Sammlungen, ihren globalen Verflechtungen und den praktischen Herausforderungen einer internationalisierten Erinnerungskultur. Teil 1: Die Vorbereitungsphase dient dem Einstieg ins Thema und der Vorbereitung der Exkursion. Zwischen den Präsenzterminen werden in eLearning-Formaten zentrale Begrifflichkeiten wie Imperialismus, Kolonialität, Postkolonialität oder Dekolonialität erarbeitet und in aktuelle Forschungsdiskurse eingeordnet. Dabei werden die fachlichen Perspektiven der Studierenden berücksichtigt und ein heterogenitätssensibler Zugang ermöglicht, der dem unterschiedlichen Vorwissen der Studierenden gerecht wird. So soll der Austausch untereinander gefördert werden und alle Studierenden die Möglichkeit erhalten, postkoloniale Geschichtsschreibung, theologische, historische und religionspädagogische Fragestellungen differenziert zu reflektieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt kritischen und intersektionalen Perspektiven, die Überschneidungen von Macht- und Diskriminierungsformen sichtbar machen und zur Reflexion eigener Blindstellen anregen. Teil 2: Die Summer School führt als Exkursion nach Berlin. Am ersten Tag findet eine „Dekoloniale Stadtführung" statt, die darauf abzielt, koloniale Strukturen sichtbar zu machen. Die Eindrücke werden im Anschluss gemeinsam reflektiert und analysiert in Bezug auf die besuchten Orte sowie die Vermittlungspraxis selbst. Der zweite Tag ist dem Humboldt Forum gewidmet. Am Vormittag erkunden die Studierenden eigenständig die Ausstellungen, um erste Einschätzungen zu kolonialen Sammlungen, kuratorischen Entscheidungen und erinnerungskulturellen Herausforderungen zu entwickeln. Am Nachmittag erhalten sie eine auf unsere Fragestellungen zugeschnittene Führung durch das Kuratorium, deren Inhalte anschließend im Plenum kritisch ausgewertet werden. Am dritten Tag werden die gewonnenen Eindrücke systematisiert und mit den in der Vorbereitungsphase erarbeiteten theologischen und historischen Perspektiven verknüpft.
Lernziele Gefördert werden: Selbstreflexion, kritisches Denken und Eigenständigkeit, dialogische Kooperation und Konfliktfähigkeit, Umgang mit Vielfalt und Sprache, Informationskompetenz sowie planvolles, reflektiertes Problemlösen.