Modul: Vertiefungsmodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide

Modulname Vertiefungsmodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide
Gebiet
Profil Profil Freie Studien
CPs 5 CP
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Voraussetzungen Es sind keine speziellen Voraussetzungen zu erfüllen, es wird aber empfohlen, zuvor das Basismodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide absolviert zu haben. Das Modul wendet sich an alle Studierenden in der BA-Phase, die an interdisziplinären Fragestellungen interessiert sind. Studierende der Geschichte können an diesem Modul nur teilnehmen, wenn Sie die Veranstaltungen des Moduls nicht für das Fach besuchen wollen.
Besonderheiten TN-Plätze: 5/30 Plätzen für den Optionalbereich Termin der ersten Sitzung: 22 .04.2026 (1. Sitzung der Übung) Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt in eCampus auf der Modulebene vom 16.03.-10.04.2026. Zusammensetzung der Endnote: Das Referat (Teil 1) bildet 50 % und das Referat und dessen Verschriftlichung (Teil 2) bildet 50% der Gesamtnote. Prüfungstermin: Die Prüfungsleistungen werden während der Veranstaltungslaufzeit erbracht.
Blockseminar Nein
Vorkenntnisse Es sind keine speziellen Voraussetzungen zu erfüllen, es wird aber empfohlen, zuvor das Basismodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide absolviert zu haben. Das Modul wendet sich an alle Studierenden in der BA-Phase, die an interdisziplinären Fragestellungen interessiert sind. Studierende der Geschichte können an diesem Modul nur teilnehmen, wenn Sie die Veranstaltungen des Moduls nicht für das Fach besuchen wollen.
Veranstaltungszeit Mittwoch 08:30 - 10:00, Donnerstag 16:00 - 18:00
Dozenten Medardus Brehl
Arbeitsaufwand Teil 1 (Seminar): Aktive Teilnahme, Referat (2 CP) Teil 2 (Seminar): Aktive Teilnahme, Referat und Verschriftlichung (3 CP)
Literatur Teil 1: Kolonialismus. Kolonialdiskurs und Genozid, hrsg. von Mihran Dabag et al, München 2004. Teil 2: Harth, Dietrich: Die Geschichte ist ein Text. Versuch über die Metamorphosen des historischen Diskurses, in: Formen der Geschichtsschreibung, hrsg. von Reinhart Koselleck et a., München 1982, S. 452-479.
Modulteil [040169] HS: (Post)Kolonialismus und Gewalt II: Die Amerikas - SS 2026, [040197] ÜF: Die Textualität der Geschichte: Kollektive Gewalt in Historiographie und historischem Roman - SS 2026
Modultyp
Modulanbieter Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen, Institut für Diaspora- und Genozidforschung
Inhalt Teil 1: (Post)Kolonialismus und Gewalt: Die Amerikas (Seminar), SoSe 2026, Mittwoch 8:30-10 h (Dr. Medardus Brehl) Teil 2: Die Textualität der Geschichte: Kollektive Gewalt in Historiographie und historischem Roman (Übung), SoSe 2026, Donnerstag 16-18 h (Dr. Medardus Brehl) Gegenstand des Moduls „Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide“ ist die vertiefende und kontextualisierende Auseinandersetzung mit Aspekten der Geschichte, den Nachwirkungen und der darstellenden Aufarbeitung der Erfahrung von kollektiver Gewalt und Völkermord in der Neuzeit, insbesondere aber im 19. und 20. Jahrhundert. Es vertieft dabei disziplinär spezifische Perspektiven ebenso wie es Möglichkeiten erprobt, unterschiedliche disziplinäre Forschungsansätze zueinander in Beziehung zu setzen und interdisziplinäre Zugänge zu den Themenfeldern zu entwickeln (Teile 1 und 2). Das Modul ist anrechenbar als Vertiefungsmodul 1 oder 2 für das Zertifikat „Collective Violence, Holocaust und Genocide Studies“ (CVG) des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung, das in Kooperation mit dem Optionalbereich und der Professional School of Education der Ruhr-Universität Bochum vergeben wird. Teil 1: Expansionspolitik und Kolonialismus gehören sicherlich zu den prägendsten und folgenreichsten Phänomenen der neuzeitlichen Geschichte. Dabei gingen Expansions- und Kolonialprojekte in der Neuzeit häufig mit Gewalt und auch vernichtender Gewalt einher. In jüngerer Zeit haben die Postcolonial Studies auf weitere folgenreiche Dimensionen von Gewalt im Kolonialismus hingewiesen. Im Rahmen des Seminars sollen zunächst zentrale Ansätze und Positionen der Postcolonial Studies erarbeitet und diskutiert werden. In einem zweiten Schritt soll die Reichweite und Grenzen der erarbeiteten theoretisch-methodischen Aspekte an Fallbeispielen aus der Geschichte der Amerikas in den Phasen des Kolonialismus, der Dekolonisation und der postkolonialen Zeit geprüft werden. Teil 2: Die Feststellungen, dass wir uns die Vergangenheit erzählend vergegenwärtigen, sie uns deutend aneignen und im narrativen Prozess einen Sinn der Geschichte produzieren, mögen die Qualität von Gemeinplätzen haben. Die narrativen Strukturen, die in einer Erzählung Anwendung finden, sowie die gattungs-, genre- oder disziplinenspezifischen Regelsysteme als begrenzende Bedingungsfelder sind dabei konstitutiv für die entlang dieser Strukturen und Regeln erzählten Geschichte. Aus den Perspektiven der Geschichtstheorie ebenso wie der Text- und Literaturtheorie sind narrative Produktion und textuelle Konstruktion von Geschichte daher keineswegs Petitessen. Ihre Untersuchung kann vielmehr Aufschluss über die narrativen Bedingungen eines Zu-Geschichte-Werdens von Vergangenheit wie auch eines Zur-Geschichte-Kommens des Menschen eröffnen. In der Übung werden wir uns diesen Aspekten anhand der vergleichenden Untersuchung von historiographischen Texten und historischen Romanen zu Beispielen kollektiver Gewalt in der Neuzeit widmen.
Lernziele Förderung interdisziplinären Arbeitens, Diskutierens und Verstehens. Erfahrung mit Prä­sentationserstellung und Präsentation. Das Modul bietet zudem Gelegenheit zur Erarbei­tung von Fragen und eigenen Projekten, denen im Rahmen der Seminare besonderer Raum geboten werden soll.