Modul: Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst (Reichling)

Modulname Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst (Reichling)
Gebiet
Profil Profil Freie Studien
CPs 5 CP
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Voraussetzungen Dieses Modul eignet sich für interessierte Studierende in jedem Studienjahr der Bachelor-Phase und erfordert keine speziellen Vorkenntnisse. Auch Studierende der Katholischen Theologie können an der Veranstaltung teilnehmen, allerdings keine CP für den Optionalbereich erwerben.
Besonderheiten
Blockseminar Nein
Vorkenntnisse
Veranstaltungszeit Montag 12:00 - 14:00
Dozenten Julia Enxing
Arbeitsaufwand Aktive Teilnahme, Abschlussklausur (60 Min.) über beide Modulteile Termin: 27.07.2026
Literatur · Neue Jerusalemer Bibel (Einheitsübersetzung mit dem Kommentar der Jerusalemer Bibel): Hrsg. von Alfons Deissler und Anton Vögtle, Freiburg 2002 · Legenda Aurea, Lateinisch – Deutsch, übersetzt von Bruno Häuptli, Sonderausgabe der Fontes Christiani, Freiburg u.a. 2014 · Lexikon der Christlichen Ikonographie, hrsg. von Engelbert Kirschbaum, Sonderausgabe, Freiburg 1990 · Gertrud Schiller, Ikonographie der christlichen Kunst, Band 1-5, Gütersloh · Christoph Markschies und Jens Schröter (Hg.), Antike christliche Apokryphen in deutscher Übersetzung/1. Evangelien und Verwandtes Teilband 1 und 2 ( 7. Aufl. der von Edgar Hennecke begr. und von Wilhelm Schneemelcher fortgeführten Sammlung der neutestamentlichen Apokryphen ), Tübingen 2012 E. Kautzsch: Die Apokryphen und Pseudepigraphien des Alten Testaments, 2 Bände, 2., unveränderter Neudruck, Darmstadt 1962
Modulteil [020081] Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst Teil 1: Passion und Auferstehung - SS 2026, [020082] Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst Teil 2: Allgemeine Themen - SS 2026
Modultyp
Modulanbieter Katholisch-Theologische Fakultät
Inhalt Teil 1: Passion und Auferstehung (VL), SS 2026, Raum GA 03/149 bekannt, Zeit montags 12-14 h Als zentrales Motiv der christlich abendländischen Kunst gilt sicherlich die Darstellung Jesu am Kreuz. Dieses Motiv wird im christlichen Kontext verstanden als Symbol für Tod und Auferstehung Jesu. Ginge es allerdings hierbei lediglich um eine anschauliche Manifestation eines feststehenden Glaubensinhaltes, hätte man einen bestimmten Kreuztypus in der christlichen Kunst verbindlich festlegen können. Es zeigt sich allerdings, dass durch die Jahrhunderte hindurch die Darstellung Jesu am Kreuz sich immer wieder verändert hat und so zu einem Schnittpunkt eines jeweiligen Menschen- und Gottesbildes einer Epoche geworden ist. Das Beispiel der sich verändert habenden Kreuzdarstellungen macht deutlich, wie wichtig es ist, die jeweiligen theologischen Quellen durch die Jahrhunderte hindurch zu kennen, um zu einer angemessenen Bildinterpretation zu kommen. Im Rahmen der Veranstaltung werden nicht nur Kreuzdarstellungen behandelt, sondern es wird einzelnen Motiven aus der Passions- und Auferstehungsgeschichte Jesu nachgegangen, um deren jeweilige Umsetzung in der bildenden Kunst zu erschließen. Teil 2: Allgemeine Themen (Exkursionen) 3 Exkursionen ganztägig samstags Nur in Verbindung mit Teil 1 (Vorlesung) Samstags 9.00-17.00 Uhr: 30.05.2026 Aachen 13.06.2026 Kempen 27.06.2026 Münster (Änderungen vorbehalten) Über die spezielle Themenstellung der Vorlesung hinaus, sollen bei den Exkursionen allgemeine Themen der christlichen Ikonographie behandelt werden. Dabei geht es vor allem darum, die Objekte im Original zu sehen und sie in ihrem Funktionszusammenhang wahrzunehmen.
Lernziele Vermittelt werden grundlegende theologische Kenntnisse, um die abendländische Kunst verstehen zu können. Jede Einheit behandelt ein wichtiges Bildthema und untergliedert sich in 1) Theologischer Inhalt, 2) Quellen, 3) Grundbild, 4) Grundbestand, 5) Varianten. Theologische Hintergründe, legendarische Ausschmückungen und historisches Wissen werden beispielhaft aufgezeigt. Neben einer formalen kunsthistorischen Betrachtung soll eine verstärkt inhaltliche Kompetenz vermittelt werden. Der Beitrag der theologischen Disziplinen zum kunstgeschichtlichen Verstehen ist unumgängliche Bedingung, um die abendländische Kunst bis in die Moderne hinein zu verstehen.