Modul: Medien und Extraktivismus

Modulname Medien und Extraktivismus
Gebiet
Profil Profil Freie Studien Profil Zukunft
CPs 5 CP
Campus Hier geht es zum Vorlesungsverzeichnis
Voraussetzungen Das Modul richtet sich an Bachelorstudierende aller Semester aus der Medienwissenschaft sowie angrenzenden Fächern aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften.
Besonderheiten TN-Plätze: 20/60 für den Optionalbereich Termin 1. Sitzung: 17.04.2026, 17-21 h, Quartiershalle in der KoFabrik, Stühmeyerstraße 33, 44787 Bochum (https://quatiershalle.de). Anmeldung: über eCampus ab dem 01.03. über die LV-Nr. 051711. Sie sinddamit automatisch für das gesamte Modul angemeldet. Zusammensetzung der Endnote: Teil 1: Aktive Teilnahme und Präsentation/ Essay (30%), Teil 2: aktive Teilnahme und schriftliche Ausarbeitung/Reflexion im Anschluss an das Seminar (60%).
Blockseminar Ja
Vorkenntnisse
Veranstaltungszeit Donnerstag 16:00 - 18:00
Dozenten Julia Bee, Birgit Frey
Arbeitsaufwand Vorausgesetzt wird die aktive Teilnahme an der Spring School und dem anschließenden Seminar sowie die Bereitschaft, sich in eines der Schwerpunktthemen einzuarbeiten, ein eigenes Projekt zu entwickeln und dieses redaktionell zu bearbeiten, zu verschriftlichen und zu veröffentlichen.
Literatur Mit der Anmeldung erhalten die Studierenden Zugang zu vorbereitender Lektüre über Moodle.
Modulteil [051711] Spring school Media Climate Justice - SS 2026, [430017] Mediennutzung und Klimafolgen - SS 2026
Modultyp
Modulanbieter Fakultät für Philologie, X. Institut für Medienwissenschaft
Inhalt Teil 1: Spring School Media Climate Justice (Blockveranstaltung), SS 2026, Quartiershalle in der KoFabrik, Stühmeyerstraße 33, 44787 Bochum (https://quatiershalle.de). Termine: 17.04. von 17-21 Uhr, 18.04. von 10-21 Uhr, 19.04. von 10-15 Uhr Teil 2: Media Climate Justice (Seminar), SS 2026, do 16-18 Uhr, GB 03/49 Kolonialismus und Extraktivismus gehen Hand in Hand mit der ökologischen Beherrschung der Erde. Zugleich kann die gesellschaftliche Aushandlung der mit Extraktivismus verbundenen Klimakatastrophe Perspektiven auf Widerstand, Regeneration, Fürsorge, Vielfalt und Kreativität eröffnen. Sogenannte ‚Rohstoffe‘ erzählen von Grenzziehungen, Ausbeutung und Konflikten, aber auch von Sorge, Verbundenheit und neuen Formen des Zusammen(über)lebens. Angesichts von Ressourcen drängt sich die Frage auf, wie das Vorhandene in der Klimakatastrophe verteilt und genutzt und wie Risiken gerecht verteilt werden. Fragen der Ressourcengerechtigkeit und Macht, der Repräsentation und gesellschaftlichen Teilhabe sind folglich untrennbar mit Prozessen medialer Vermittlung, sozialer und politischer Aushandlung und Symbolisierung verbunden. Das Modul widmet sich dem Verhältnis von Medien und Klima am Beispiel des Lebensraums Ruhrgebiet und den Klimafolgen des Bergbaus. Es setzt sich im Spannungsfeld von Medienkulturwissenschaft und Aktivismus damit auseinander, wie ‚Rohstoffe‘ gewonnen, genutzt, konstruiert, imaginiert, diskursiv verhandelt und gesellschaftlich (medial) reflektiert werden. Es werden nicht nur Diskurse und Repräsentationen analysiert, sondern auch neue performative und partizipative Kommunikationsformate erprobt. Ziel ist es, wissenschaftliche Perspektiven mit klimapolitischem Handeln zu verbinden und damit neue Impulse für eine kritische Analyse von medienbedingter Extraktion zu setzen, die das öffentliche Verständnis von Nachhaltigkeit kritisch erweitert und angesichts der Dringlichkeit zu handeln und Umgänge mit der Klimakatastrophe zu finden. Teil 1: Am ersten Tag werden die Studierenden mit Keynotes aus der Umwelt- und Sozialgeschichte sowie der Medienwissenschaft in die Themen Bergbau und seine toxischen Hinterlassenschaften, Wassernutzung und -verschmutzung sowie Fragen der medialen Verhandlungen eingeführt. An den beiden folgenden Tagen arbeiten die Studierenden in Workshops gemeinsam vertieft an eigenen Fragestellungen mittels eigener Recherche- und Storytellung-Projekte. Teil 2 : In dem Begleitseminar werden die Themen der Spring School vertieft und mit dem Thema Mediennutzung und Klimafolgen ein weiterer Themenschwerpunkt gesetzt. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, sich in eigenen Forschungsprojekten kritisch mit der Rolle der Medien in der Klimakrise auseinanderzusetzen. Die eigenen Projekte werden anschließend während des Semesters erarbeitet und gemeinsam kritisch-kollegial diskutiert. Durch gegenseitige redaktionelle Prozesse der Teilnehmenden und das Angebot von Feedback durch die Lehrperson wird eine Qualitätskontrolle gewährleistet.
Lernziele Im Vordergrund steht die Vermittlung grundlegender Methodenkompetenzen der Medienwissenschaft und der Digital Humanities (Medienkompetenz). Darüber hinaus erwerben die Studierenden für eine Klimakommunikation notendigen analytischen und redaktionellen Fähigkeiten (Medienkompetenz).