| Modulname | Berufsfeldpraktikum: Sommerschule Deutsch als Zweitsprache (DaZ) |
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| Gebiet | |
| Profil | Profil Praxis Profil Lehramt Profil Freie Studien Profil Wissensvermittlung |
| CPs | 10 CP |
| Campus | Hier geht es zum Vorlesungsverzeichnis |
| Voraussetzungen | |
| Besonderheiten | TN-Plätze : 30 Bewerbungsverfahren: Informationen und Unterlagen zum Bewerbungsverfahren erhalten die Teilnehmer:innen im Rahmen der verpflichtenden Informationsveranstaltung am Freitag, dem 06.02.2026. Termin der 1. Sitzung: Donnerstag, 23.04.2026 16-20 Uhr Anmeldung und Ansprechpartnerinnen: Organisation: Cristina Schalk und Verena Cornely Harboe Lehre : Verena Cornely Harboe, sommerschule-daz@rub.de Praktikumsort: Ruhr-Universität Bochum Zusammensetzung der Endnote: Das Praktikum ist unbenotet. Voraussetzungen zur Erlangung eines Leistungsnachweises: Aktive und regelmäßige Teilnahme während der Input- und Workshop-Phase (Blockseminare und Tutorien); Lektüre von Fachliteratur; Erarbeitung von Gruppenpräsentationen; aktive Teilnahme an den verschiedenen Teilbereichen im Rahmen des Praktikums (Durchführung einer Sprachstandserhebung an den Kooperationsschulen, Aufbereitung und Auswertung der Sprachdaten; Entwicklung von projekt-, kompetenz- und handlungsorientierten Unterrichtseinheiten; Materialentwicklung, Vor-, Nachbereitung und Durchführung des Unterrichts inklusive sprachlich vor- und nachbereiteter Exkursionen, Teilnahme an Gruppenreflexions- und Supervisionssitzungen sowie an didaktischen Beratungen); Reflexion und Dokumentation der Unterrichtseinheiten mit ausführlicher Materialdokumentation in Form eines Portfolios. Zertifikat: Die „Sommerschule Deutsch als Zweitsprache“ ist ein Bestandteil des Zertifikats: „Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache (DaZ)“ Weitere Informationen zum Zertifikat unter: https://staff.germanistik.rub.de/sprachbildung/fuer-studierende/zertifikat-sprachfoerderung-und-deutsch-als-zweitsprache/ |
| Blockseminar | Ja |
| Vorkenntnisse | - Studierende aller Fächer - Gute Deutschkenntnisse, Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Eigenständigkeit, Einsatzbereitschaft, Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit, Offenheit, Interesse an inter- und transkultureller Kommunikation und Arbeit, freundliche und wertschätzende Umgangsformen, Team- und Kritikfähigkeit, psychische Belastbarkeit Teilnahme am verbindlichen Vortreffen |
| Veranstaltungszeit | |
| Dozenten | Verena Cornely Harboe |
| Arbeitsaufwand | Arbeitsaufwand: Blockveranstaltung mit Tutorien (Einführungsveranstaltungen, Materialwerkstatt & Tutoriumssitzungen) Gemeinsame Erarbeitung theoretischer und praktischer Grundlagen Erarbeitung von Projektideen in stud. Arbeitsgruppen, eigene Materialentwicklung und -adaption im Rahmen der Materialwerkstatt Tutoriumssitzungen zur Vertiefung der fachlichen Inhalte Praxisphase Praxisphase Teil 1: Sprachstandserhebung an den Kooperationsschulen Auswertung der Sprachdaten Praxisphase Teil 2: Unterrichtsvorbereitung und Materialentwicklung nach Abschluss der Blocklehrveranstaltungen (Feinplanung) Praxisphase Teil 3: Tägliche Durchführung sprach- und kultursensiblen Förderunterrichts Durchführung von Exkursionen in Verbindung mit den projektorientierten Unterrichtseinheiten Unterrichtsvor- und -nachbereitung / Materialentwicklung Teilnahme an Gruppenreflexionssitzungen, didaktischen Beratungen und Supervisionssitzungen Praxisphase Teil 4: Unterstützung bei der Vorbereitung der Abschlussveranstaltung und Vorbereitung von Exponaten und Beiträgen im Rahmen der Abschlussveranstaltung Teilnahme an der Abschlussveranstaltung Projektdokumentation und -reflexion Dokumentation des Praktikumsprojekts durch: Audio- / Videotagebücher oder schriftliche Aufzeichnungen zu fünf verschiedenen Projektzeitpunkten Portfolio |
| Literatur | Ehrlich, Konrad (2012) „Sprach(en)aneignung – mehr als Vokabeln und Sätze“. ProDaZ, Universität Duisburg-Essen. https://www.uni-due.de/imperia/md/content/prodaz/sprach_en_aneignung_-_mehr_als_vokabeln_und_s__tze.pdf Kniffka, Gabriele (2008) „Deutsch als Zweitsprache lernen im Museum. Einblicke in die Ferienschule an der Universität zu Köln“. In: Ballis, Anja / Spinner, Kaspar (Hrsg.). Sommerschule. Sommerkurse. Summer Learning . Hohengehren: Schneider, 54-75. Horsman, Jenny (1998) „‘But I'm Not a Therapist’. The Challenge of Creating Effective Literacy Learning for Survivors of Trauma”. In: Shore, Sue (Hrsg.) Australian Council for Adult Literacy 21st National Conference: Literacy on the Line. Conference Proceedings. Adelaide: University of South Australia. http://www.brown.edu/Departments/Swearer_Center/Literacy_Resources/jenny.tesol.html Stenger, Michael (2010) „Die Schule fürs Leben. Das Potenzial junger Flüchtlinge bei entsprechender Betreuung“. In: Dieckhoff, Petra (Hrsg.) Kinderflüchtlinge. Theoretische Grundlagen und berufliches Handeln. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 183-188. Cornely Harboe, Verena; Mainzer-Murrenhoff, Mirka; Heine, Lena (Hrsg.) (2016): „Unterricht mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen. Interdisziplinäre Impulse für DaF/DaZ in der Schule“. Münster: Waxmann . |
| Modulteil | [050593] Sommerschule "Deutsch als Zweitsprache" - SS 2026, [050599] Praktikum Sommerschule "Deutsch als Zweitsprache" - SS 2026 |
| Modultyp | |
| Modulanbieter | Fakultät für Philologie, III. Germanistisches Institut |
| Inhalt | Sommerschule Deutsch als Zweitsprache (DaZ), SoSe 2026 Verbindliches Vortreffen : Fr., 06.02.2026 14-16 Uhr s.t.! Blockveranstaltungen : Beginn: Do., 23.04.2026 16-20 Uhr c.t. Danach weitere Termine freitags und samstags Blockseminartermine werden auf der Informationsveranstaltung bekannt gegeben Sprachstandserhebungen : n.V., an den Kooperationsschulen (Mai/Juni 2026) Praktikum : 10.08.2026 – 28.08.2026, jeweils von 9.30 – 16.00 Uhr (Ruhr-Universität Bochum) Abschlussveranstaltung : 28.08.2026, 16.00-19.00 Uhr Anmeldung unter: Sommerschule-daz@rub.de Sommerschule Deutsch als Zweitsprache (DaZ) Die „Sommerschule DaZ“ widmet sich der Sprachförderung und Sprachbildung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter, von denen seit geraumer Zeit eine hohe Zahl aufgrund von Krieg und wirtschaftlichen Krisen in ihren Herkunftsländern nach Deutschland kommt. Kommunen und Schulen stehen dabei vor der Herausforderung, die sog. Seiteneinsteiger:innen möglichst umgehend in das Schulsystem zu integrieren und entsprechend zu fördern. Fehlende bzw. geringe Deutschkenntnisse der Schüler:innen stellen dabei eine große Hürde für die erfolgreiche Aufnahme dar. Eine umfassende Sprachförderung, die die besonderen Potenziale, Kompetenzen und Bedarfe dieser Gruppe berücksichtigt, ist somit dringend erforderlich. Im Rahmen der „Sommerschule DaZ“, initiiert von der Ruhr-Universität Bochum, sollen neu zugewanderte Kinder und Jugendliche von weiterführenden Schulen in Bochum in den Sommerferien sprachlich positiv unterstützt werden. Den Unterricht in der Sommerschule übernehmen Studierende der Ruhr-Universität Bochum. Sie agieren hierbei als Förderlehrer:innen und trans-kulturelle bzw. diversitätssensible ‚Brückenbauer:innen‘. Blockveranstaltung und Praktikum Semesterbegleitend werden Studierende in einer Blockveranstaltung auf die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen vorbereitet. Hierzu vermitteln zunächst Vertreter:innen unterschiedlicher Disziplinen und Institutionen Einblicke in die Thematik (z. B. rechtliche Rahmenbedingungen, Alphabetisierung, Sprachstandsdiagnose, Deutsch als Zweitsprache, fachintegrierte Sprachförderung, psychosoziale Bedarfe von Schüler:innen mit Kriegs- und Fluchterfahrungen, rassismuskritische und diversitätssensible Unterrichtspraxis). Es folgt eine Materialwerkstatt, in der die Studierenden eigene Projekte und erste Materialien für den Sprachunterricht entwickeln und zusammenstellen. Die Praxisphase setzt sich aus vier Praxisbausteinen bzw. -phasen zusammen: Praxisbaustein 1: Durchführung von Sprachstandserhebungen an den Kooperationsschulen sowie Aufbereitung und Auswertung der Sprachdaten Praxisbaustein 2: Fortsetzung der Arbeit an der Unterrichtsplanung und Materialentwicklung vor Beginn der Arbeit mit den Schüler:innen nach Abschluss der Seminarphase Praxisbaustein 3: „Sommerschule Deutsch als Zweitsprache“ – Durchführung von Deutsch-als-Zweitspracheunterricht mit neu zugewanderten Schüler:innen von verschiedenen Bochumer Schulen. Der Unterricht findet drei Wochen lang während der Schulsommerferien auf dem Campus der RUB in einem projekt-, handlungs- und kompetenzorientierten Setting statt. Dies bedeutet, dass die Lehr- und Lern-inhalte eng an konkrete lebensweltliche Erfahrungen und sprachliche Handlungssituationen angebunden werden. Zu diesem Zweck findet der Sprachunterricht eng verschränkt mit sprachlich vor- und nachbereiteten Exkursionen auch an außerunterrichtlichen Lernorten statt. Die Projektthemen legen die Studierenden unter Berücksichtigung ihrer fachlichen Ausrichtung im Rahmen der Blocklehrveranstaltung fest. Somit sind z. B. Projekte zu den Themen Nachhaltigkeit, neue Medien, Musik, Sport, Kunst und Naturwissenschaften möglich. Der Unterricht findet in Kleingruppen mit bis zu zwölf Schüler:innen statt, die von jeweils zwei bis drei Studierenden betreut werden. Praxisbaustein 4: Vorbereitung von und Teilnahme an einer öffentlichen Abschlussveranstaltung zur Präsentation der Projektergebnisse aus der „Sommerschule DaZ“ Die Begleitung der Studierenden erfolgt während des Praktikums durch obligatorische Gruppen-Reflexionsrunden und prozessbegleitende individuelle didaktische Beratungen zur Unterrichtsplanung, Materialentwicklung und pädagogischen Betreuung der Schüler:innen sowie durch verpflichtende Supervisionssitzungen in Kleingruppen. Die Studierenden dokumentieren ihre Arbeit in einem Abschlussbericht mit umfassender Materialdokumentation. |
| Lernziele | Ein Mitwirken in der „Sommerschule DaZ“ vermittelt: § Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit neu zugewanderten Schüler:innen in der Sek I und II, die über einen spezifischen DaZ-Förderbedarf verfügen § Kompetenzen in der Durchführung einer Sprachstandsdiagnose, der Auswertung von Sprachdaten mit dem Instrument der Profilanalyse und der Entwicklung von Förderplänen § Kompetenzen in der Planung, Organisation und Durchführung von sprach- und diversitätssensiblem Förderunterricht sowie in der Konzeption von DaZ-Lehr- und Lernmaterialien für Seiteneinsteiger:innen § Einblicke in das Schulwesen sowie in die rechtliche und psychosoziale Versorgungssituation von Seiteneinsteiger:innen Grundwissen zu traumapädagogischen Ansätzen |