Modul: Religion und Divination: Von Mesopotamien bis China

Modulname Religion und Divination: Von Mesopotamien bis China
Gebiet
Profil Profil Freie Studien
CPs 5 CP
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Voraussetzungen Studierende, die das Modul für Ihr Fachstudium anrechnen lassen, dürfen dieses nicht im Rahmen des Optionalbereichs besuchen. Vorausgesetzt wird ein grundlegendes Interesse an religionswissenschaftlichen Fragestellungen. Studierende der Religionswissenschaft können in diesem Modul keine CP für den Optionalbereich erwerben. Studierende des Optionalbereichs können, wenn sie dieses Modul belegen, keine weiteren Module des Optionalbereichs belegen, die einzelne der hier aufgeführten Veranstaltungen beinhalten.
Besonderheiten TN-Plätze: Je 20/40 Termin 1. Sitzung: siehe jeweilige Veranstaltung Anmeldung: Erfolgt über die Anmeldung zu den Einzelveranstaltungen in eCampus Zusammensetzung der Endnote: Benotung der beiden Seminar inkl. der dort erbrachten kleineren studienbegleitenden Leistungen Prüfungstermin: Werden in den Veranstaltungen bekanntgegeben
Blockseminar Nein
Vorkenntnisse Studierende, die das Modul für Ihr Fachstudium anrechnen lassen, dürfen dieses nicht im Rahmen des Optionalbereichs besuchen. Vorausgesetzt wird ein grundlegendes Interesse an religionswissenschaftlichen Fragestellungen. Studierende der Religionswissenschaft können in diesem Modul keine CP für den Optionalbereich erwerben. Studierende des Optionalbereichs können, wenn sie dieses Modul belegen, keine weiteren Module des Optionalbereichs belegen, die einzelne der hier aufgeführten Veranstaltungen beinhalten.
Veranstaltungszeit Mittwoch 14:00 - 16:00, Mittwoch 12:00 - 14:00
Dozenten Licia Di Giacinto, Rosel Pientka-Hinz
Arbeitsaufwand Regelmäßig und aktive Teilnahme sowie Vor- und Nachbereitung der Sitzungen und die Erbringung kleinerer studienbegleitender Leistungen
Literatur Wird in den Veranstaltungen bekannt gegeben.
Modulteil [210024] Mantik: China trifft Mesopotamien - SS 2026, [210044] Divination: Mesopotamia meets China - SS 2026
Modultyp
Modulanbieter Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen, Centrum für Religionswissenschaftliche Studien
Inhalt Dieses Modul beleuchtet die Religionsgeschichte West- und Ostasiens – genauer: Mesopotamiens und Chinas – mit besonderem Blick auf eine religiöse Praxis, die in beiden Regionen eine wichtige Rolle in Geschichte und Gegenwart spielt: Die Divination, oder Techniken der Zukunftsvorhersage. Die Seminare führen vorerst unabhängig voneinander in die jeweiligen religiösen Kontexte und Praktiken ein, um daraufhin einen strukturierten Vergleich der Divination in Mesopotamien und China vorzunehmen. Teil 1: Divination: Mesopotamien trifft China (Seminar), SoSe 2026, Mi 12-14, Raumangaben folgen Dem mesopotamischen Weltbild zufolge kommunizierten die Götter mit den Menschen auf zweierlei Weise: entweder durch ein menschliches Medium, einen Propheten, oder mit Hilfe von Zeichen, die durch diverse Techniken der Wahrsagekunst entschlüsselt werden mussten. Sogenannte Omina dienten dazu, den göttlichen Willen zu offenbaren und dem Beobachter bei anstehenden Entscheidungen von Nutzen zu sein. Das Ziel dieses Seminars ist zweigeteilt: Zum einen wollen wir einen Überblick gewinnen über die unterschiedlichen divinatorischen Techniken und die zugrunde liegenden Wirkprinzipien der Zeichenhaftigkeit der altorientalischen Welt. Zum anderen bietet sich die Möglichkeit, altorientalische Divination im Vergleich zur chinesischen Divination zu studieren. Um eine interkulturelle Diskussion anzustoßen, werden wir uns mehrere Male mit dem von Licia Di Giacinto durchgeführten Seminar zur Mantik in China austauschen und gemeinsame Ergebnisse erzielen. Teil 2: Mantik: China trifft Mesopotamien (Seminar), SoSe 2026, Mi 14-16, Raumangaben folgen Die komplexe Beziehung zwischen Religion und Divination variiert stark nach Epoche und spezifischer religiöser Tradition. Der Versuch, die Zukunft durch Techniken zu enthüllen, hat eine zentrale Rolle in der Antike gespielt, wobei sich monotheistische Traditionen wie das Christentum, Judentum und der Islam eher davon distanziert haben. In China ist die Geschichte der Divination reich und vielfältig gewesen und wird oft im Rahmen der Geschichte der Wissenschaft betrachtet. Von den Orakelknochen der Shang-Zeit (17. - 11. Jh. v. Chr.) bis zu den heutigen Feng-Shui-Meistern und Horoskope-Experten ist China eine Fundgrube für die verschiedensten Methoden und differenziertesten Einstellungendazu. Die Veranstaltung bietet einen genealogischen Blick auf diese bunte Welt. Anhand von kurzen Stellen aus gegenwärtigen und vormodernen Quellen werden die Studierenden zunächst die traditionellen Techniken kennenlernen und die zweideutige Verdammung von Volkspraktiken seitens der Politik und der intellektuellen Welt diskutieren. Als zweiter Schritt sollen sie die zwiespältige Beziehung zwischen Daoismus/Buddhismus und mantischen Techniken verfolgen. Um eine interkulturelle Diskussion anzustoßen, werden wir uns mehrere Male mit dem von Rosel Pientka-Hinz durchgeführten Seminar zur Mantik in Mesopotamien austauschen und gemeinsame Ergebnisse erzielen.
Lernziele Das Modul vermittelt grundlegende Kenntnisse altorientalischer und chinesischer Religionsgeschichte mit einem besonderen Fokus auf die Praxis der Divination als Technik, die Zukunft vorherzusagen. Die Divination wird in den Seminaren jeweils im west- und ostasiatischen Raum vorgestellt und auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede überprüft. Am Ende des Moduls sollen Studierende in der Lage sein, unterschiedliche divinatorische Techniken und die Rolle von Zeichenhaftigkeit in beiden religiösen Kontexten auf Grundlage des methodisch-strukturierten Vergleichs widerzugeben.