Modul: „Why and how look at animals?“ Film- und medienwissenschaftliche Perspektiven auf Tier-Mensch-Relationen

Modulname „Why and how look at animals?“ Film- und medienwissenschaftliche Perspektiven auf Tier-Mensch-Relationen
Gebiet
Profil Profil Freie Studien Profil Zukunft
CPs 5 CP
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Voraussetzungen Regelmäßige Anwesenheit, wöchentliche Textlektüre und wöchentliche Filmsichtung zuhause. Studierende der Medienwissenschaft können keine CPs für den Optionalbereich erwerben.
Besonderheiten TN-Plätze: 8/40 Anmeldung: Losverfahren Anmeldephasen: 14.09. – 08.10.2026 Abmeldephase: 14.09. – 23.10.2026 Nachrückfrist: 12.10. – 23.10.2026 Losverfahren nach dem 08.10.2026 Zusammensetzung der Endnote: Die Endnote setzt sich zu jeweils 50% aus den Noten der Modulteilprüfungen zusammen. Prüfungstermin: Teil 1: Verschriftlichung der Präsentation, 2-3 Seiten, Abgabe bis zum 15.03.2027 Teil 2: Wissenschaftlicher Essay, 4-6 Seiten, Abgabe bis zum 15.03.2027
Blockseminar Nein
Vorkenntnisse Regelmäßige Anwesenheit, wöchentliche Textlektüre und wöchentliche Filmsichtung zuhause. Studierende der Medienwissenschaft können keine CPs für den Optionalbereich erwerben.
Veranstaltungszeit siehe eCampus
Dozenten siehe eCampus
Arbeitsaufwand Teil 1: 1 Text und 1 Film pro Woche, 1 Gruppenpräsentation und die Verschriftlichung dieser auf der 3-4 Seiten Teil 2:1Text pro Woche, 1 wissenschaftlicher Essay von 3-4 Seiten
Literatur John Durham Peters, The Marvelous Clouds, Chicago 2015 Vilém Flusser u. Louis Bec, Vampyrotheutis infernalis, Berlin 2018. Vinciane Despret, Autobiografie eines Kraken und andere Zukunftsgeschichten, Berlin 2024. Oliver Fahle, Der Leihraum. Tiere und die Grenze zwischen Leben und Tod, Paderborn 2024. Carlo Thielemann, Tiere und Film. Zur Modellierung der anthropologischen Differenz, Marburg 2018.
Modulteil siehe eCampus
Modultyp siehe eCampus
Modulanbieter Fakultät für Philologie
Inhalt Teil 1: Tiere im Film (Seminar), GB 04/611, Di 12-14h, Prof. Dr. Oliver Fahle (Oliver.Fahle@rub.de) Teil 2: Wale, Pferde, Tintenfische. Tiere der Medienwissenschaft (Seminar), GB 1/144, Di 14-16 Uhr,Tilman Richter ( tilman.richter@rub.de ) „Why look at animals?“, fragte der Kunstkritiker John Berger in einem berühmten gleichnamigen Essay. Die Frage, was wir tun, wenn wir Tiere anschauen, Geschichten über sie erzählen, über sie und mit ihnen nachdenken, stellt den Ausgangspunkt dieses Moduls dar. In der Auseinandersetzung mit Filmen, medienwissenschaftlichen Überlegungen, Essays und spekulativen Fiktionen wollen wir verstehen, was wir über Menschen und ihre Medien lernen können, wenn wir Tiere anschauen. Inhaltliche Beschreibung Teil 1: Das Bild des Tieres hat sich in den letzten Jahren radikal gewandelt und stellt unser bisheriges, anthropozentrisch geprägtes Weltbild in Frage. Denken, Fühlen, Persönlichkeit sind keine Alleinstellungsmerkmale des Menschen mehr, sondern lassen sich auch bei Tieren beobachten. In Teil1 steht vor dem Hintergrund dieser Debatten das Vorkommen und die Inszenierung von Tieren im Film zur Diskussion. Anhand ausgewählter Beispiele und verschiedener Textlektüren untersuchen wir exemplarisch den Einsatz von Tieren im Film. Diese werden gemeinhin im Kontext von Gefühlen und Affekten eingesetzt. Welche Bedeutungen kommt Tieren in Filmen zu und wie tritt durch diese - unabhängig davon, ob Tiere Gefährten, Fabelwesen, Fremde, Bestien, Nahrung, Automaten usw. darstellen sollen - eine filmästhetisch formulierte anthropologische Differenz zutage? Kurz: Was ist das Tier, was der Mensch nicht ist, wie wird das artikuliert oder bestritten und was bedeutet das für das Zusammenleben? Inhaltliche Beschreibung Teil 2: Um zu verstehen, wie Menschen und ihre Medien zusammenwirken, ist es manchmal nötig, die Perspektive zu verschieben und sich andere Fragen zu stellen: Wie sähe eine Welt ohne Medien aus? Sind Medien immer technischer Natur? Gebrauchen auch nicht-menschliche Lebewesen Medien? Immer wieder wenden sich Medien- und Kulturwissenschaftler*innen Tieren zu, wenn sie über diese und ähnliche Fragen nachdenken. Indem sie versuchen, die Welten von Walen oder Tintenfischen zu beschreiben, versuchen sie eine Annäherung daran, was menschliche Welten und ihre Medien ausmacht. Das Seminar setzt sich mit zentralen Texten auseinander, die mit Tieren über Menschen und ihre Medien nachdenken. Zugleich sollen diese Texte durch Perspektiven ergänzt werden, die neue Formen (und Medien) von Mensch-Tier-Verhältnissen entwerfen, das Zusammenwirken von Tieren und Medien thematisieren oder auch die menschliche Neigung hinterfragen, sich in Tieren zu spiegeln und wiederzuerkennen.
Lernziele Kompetenzen im Umgang mit medientheoretischen und kulturwissenschaftlichen Texten Einführung in Grundlagen der medien- und kulturwissenschaftlichen human-animal studies Kompetenz in Filmanalyse und Filmverstehen