Modul: Medizin, Philosophie und Theologie in der Geschichte der islamisch geprägten Welt / Medicine, Philosophy, and Theology in the History of the Islamicate World

Modulname Medizin, Philosophie und Theologie in der Geschichte der islamisch geprägten Welt / Medicine, Philosophy, and Theology in the History of the Islamicate World
Gebiet
Profil Profil Freie Studien
CPs 5 CP
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Voraussetzungen Studierende der Arabistik und Islamwissenschaft können an diesem Modul nicht teilnehmen.
Besonderheiten TN-Plätze 10 / 20 Termin 1. Sitzung Teil 1: Do., 22.10.2026, 16-18 Uhr Teil 2: Mi., 21.10.2026, 10-12 Uhr Anmeldung Losverfahren Anmeldephasen: 14.09. – 08.10.2026 Abmeldephase: 14.09. – 23.10.2026 Nachrückfrist: 12.10. – 23.10.2026 Losverfahren nach dem 08.10.2026 Zusammensetzung der Endnote Teil 1 : Klausur (Modulabschlussprüfung) Teil 2: Essay (unbenotet) Die Modulnote besteht aus der Note der Klausur. Der Essay muss die Bewertung bestanden erhalten. Prüfungstermin Termine werden in den Veranstaltungen bekannt gegeben
Blockseminar Nein
Vorkenntnisse
Veranstaltungszeit Mittwoch 10:00 - 12:00, Donnerstag 16:00 - 18:00
Dozenten Shahrzad Irannejad, Andreas Lammer
Arbeitsaufwand Teil 1 : regelmäßige Textlektüre und aktive Teilnahme, Klausur Teil 2 : regelmäßige Textlektüre und aktive Teilnahme, Essay
Literatur Empfohlene Literatur/ Recommended literature : Teil 1: McGinnis, Jon. Avicenna . Great Medieval Thinkers. New York: Oxford University Press, 2010. Strohmaier, Gotthard. Avicenna . 2nd edition. Beck’sche Reihe Denker. Munich: C. H. Beck, 2006. Gutas, Dimitri. Avicenna and the Aristotelian Tradition: Introduction to Reading Avicenna’s Philosophical Works . Islamic Philosophy, Theology and Science: Texts and Studies 89. Leiden and Boston: Brill, 2014. Teil 2: McGinnis, Jon. Avicenna . Great Medieval Thinkers. Oxford: Oxford University Press, 2010. Pormann, Peter E., ed. Islamic Medical and Scientific Tradition . Vols. 1–2. Critical Concepts in Islamic Studies. London: Routledge, 2011. Pormann, Peter E., and Emilie Savage-Smith. Medieval Islamic Medicine . Edinburgh: Edinburgh University Press, 2007. Sezgin, Fuat. Geschichte des arabischen Schrifttums . Vol. 3, Medizin, Pharmazie, Zoologie, Tierheilkunde bis ca. 430 H. Leiden: E. J. Brill, 1970. Ullmann, Manfred. Die Medizin im Islam . Handbuch der Orientalistik, Erste Abteilung: Der Nahe und der Mittlere Osten, Ergänzungsband VI, 1. Leiden: E. J. Brill, 1970.
Modulteil [050110] Avicenna and the History of Medicine in the Islamicate World - WS 26/27, [050101] The Avicenna You Don’t Know (Yet): Philosophical and Scientific Paths Less Trodden. Interdisciplinary Anniversary Lecture Series for the Avicenna Year 2027 - WS 26/27
Modultyp
Modulanbieter Fakultät für Philologie, Fakultät für Philologie / VIII. Institut für Arabistik und Islamwissenschaft
Inhalt Teil 1: Der Avicenna, den Sie (noch) nicht kennen: Philosophische und wissenschaftliche Wege abseits üblicher Pfade (Interdisziplinäre Jubiläumsringvorlesung zum Avicenna-Jahr 2027) (Vorlesung, Prof. Dr. Andreas Lammer ( andreas.lammer@rub.de ) , 050101), WiSe 2026/27, Do., 16-18 Uhr Teil 2: Avicenna and the History of Medicine in the Islamicate World (Proseminar, Dr. Shahrzad Irannejad, 050), WiSe 2026/27, Mi., 10-12 Uhr Zum tausendjährigen Jubiläum von Ibn Sīnā (gest. 428/1037), im Westen auch bekannt als Avicenna, bietet dieses Modul eine Einführung in das Leben und Werk dieses so einflussreichen Denkers der islamisch geprägten Welt. Neben seiner Tätigkeit als Arzt und seinen Ansätzen theoretischer Philosophie in seiner gesamten Breite, sollen hier noch weniger beachtete Aspekte seines Schaffens aus interdisziplinärer Perspektive beleuchtet werden. Inhaltliche Beschreibung Teil 1 Anlässlich des „Avicenna-Jahres“ 2027 – eintausend Jahre nach der Vollendung des Buchs der Heilung, eines der bedeutendsten Werke der Philosophiegeschichte – widmet sich diese Ringvorlesung dem Denken und Schaffen des muslimischen Philosophen und Wissenschaftlers Avicenna (Ibn Sīnā, gest. 428/1037) unter Berücksichtigung interdisziplinärer Perspektiven. Statt sich ausschließlich auf die klassischen Kernbereiche seiner Philosophie in Metaphysik und Logik zu konzentrieren, wird hinaus auf weniger bekannte Themenfelder und ihre Wirkungsgeschichte blicken. Dazu zählen unter anderem seine Überlegungen zu Prophetie und Gesetzgebung, zu Dichtung und Poetik, zur Mathematik sowie zu Zoologie und Medizin. Avicennas Verständnis von Philosophie ist breit gefasst, weshalb seine Überlegungen über verschiedene heute voneinander getrennte Betätigungsfelder auf komplexe Weise verschränkt sind. Die von der „Avicenna-Forschungsstelle“ (ASC) am Institut für Arabistik und Islamwissenschaften (RUB:AI) organisierte Ringvorlesung präsentiert daher Gastvorträge ausgewiesener externer Expert*innen zu den genannten Themen. Eine Einführungssitzung in der jeweils vorausgehenden Woche wird das Themenfeld anhand ausgewählter Primär- und Sekundärtexte einführen, um so eine Grundlage für die Diskussion in der nachfolgenden Woche zu schaffen. So entsteht ein facettenreiches Panorama des „anderen“ Avicenna, das Einsteiger*innen ebenso wie Fortgeschrittene, Interessierte und Expert*innen verschiedener Fachrichtungen anspricht. Organisation: Die Veranstaltung findet wöchentlich in Präsenz statt und ist pro Thema in zwei aufeinanderfolgende Sitzungen gegliedert. Zunächst bereitet eine Einführungssitzung den Gegenstand inhaltlich und begrifflich vor, unter anderem durch die gemeinsame Lektüre ausgewählter Primär- und Sekundärtexte sowie die Klärung des historischen und systematischen Kontexts. In der darauffolgenden Woche vertieft ein Gastvortrag eine*r externen Expert*in das Thema und bietet Raum für Diskussion. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an ein interdisziplinäres Publikum. Die Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch; die Vortragssprache richtet sich nach den eingeladenen Gästen, Beiträge und Fragen sind in beiden Sprachen willkommen. Prüfungsform : Die aktive Teilnahme erfordert das Bestehen einer Abschlussklausur (benotet). Inhaltliche Beschreibung Teil 2: This course explores medical knowledge and practice in the Islamicate world, with a particular focus on the physician and philosopher Avicenna (Ibn Sīnā, d. 1037), as Avicenna's The Canon of Medicine became one of the most influential medical works in the Islamicate world and beyond, shaping medical education and practice for centuries. The course examines how Greek medical traditions, especially that of Galen, were transmitted into Arabic through the translation movement and subsequently transformed and augmented within new intellectual and institutional contexts. Key figures such as Ḥunayn ibn Isḥāq, al-Rāzī, and Avicenna are studied alongside later commentators who shaped the reception of Avicenna’s The Canon of Medicine . The course also explores specialized medical fields, including pharmacology, ophthalmology, and anatomical knowledge, as well as practices of dissection and visualization of the body and its organs in the medieval Islamicate manuscript culture. Attention is given to broader themes such as epidemics and contagion, hospitals and medical education, and the interaction between classical humoral medicine and prophetic medicine. Finally, the course considers questions of continuity and paradigm shift, including the post-classical “afterlife” of Islamicate medicine, and its cultural persistence in domains such as cuisine and contemporary health practices. Organisation: Weekly courses. Prüfungsform/Type of examination : Active participation requires the writing of an essay (5 pages).
Lernziele Teil 1: Die Vorlesung vermittelt einen fundierten Überblick über aktuelle Forschung zum berühmtesten muslimischen Philosophen Avicenna aus interdisziplinärer Perspektive und führt in weniger beachtete Aspekte seines Schaffens ein, wie z.B. Prophetie und Gesetzgebung, zu Dichtung und Poetik, zur Mathematik sowie zu Zoologie und Medizin. Teil 2: The course provides a basic overview on medical knowledge and practice in the Islamicate world of the tenth century with a focus on pharmacology, ophthalmology, and anatomical knowledge, as well as practices of dissection and visualization of the body and its organs in the medieval Islamicate manuscript culture.