| Modulname | Vertiefungsmodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide |
|---|---|
| Gebiet | |
| Profil | Profil Freie Studien Profil Zukunft |
| CPs | 5 CP |
| Campus | Hier geht es zum Vorlesungsverzeichnis |
| Voraussetzungen | Es sind keine speziellen Voraussetzungen zu erfüllen, es wird aber empfohlen, zuvor das Basismodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide absolviert zu haben. Das Modul wendet sich an alle Studierenden in der BA-Phase, die an interdisziplinären Fragestellungen interessiert sind. Studierende der Geschichte können an diesem Modul nur teilnehmen, wenn Sie die Veranstaltungen des Moduls nicht für das Fach besuchen wollen. |
| Besonderheiten | TN-Plätze: 10/30 Plätzen für den Optionalbereich Termin der ersten Sitzung: 19.10.2025 ( 1. Sitzung des Seminars „ Kollektive Gewalt und Völkermord im Drama und auf der Bühne “ ) Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt in eCampus auf der Modulebene vom 14.09.-09.10.2026. Zusammensetzung der Endnote: Das Referat (Teil 1) bildet 40 % und das Referat und dessen Verschriftlichung (Teil 2) bildet 60% der Gesamtnote. Prüfungstermin: Die Prüfungsleistungen werden während der Veranstaltungslaufzeit erbracht. Hinweis e : Andere Optionalbereichsmodule, in denen die Seminare „ Kollektive Gewalt und Völkermord im Drama und auf der Bühne “ oder „ Total schön? Ästhetiken des Totalitarismus “ Bestandteil sind , können nicht parallel belegt werden. |
| Blockseminar | Nein |
| Vorkenntnisse | Es sind keine speziellen Voraussetzungen zu erfüllen, es wird aber empfohlen, zuvor das Basismodul: Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide absolviert zu haben. Das Modul wendet sich an alle Studierenden in der BA-Phase, die an interdisziplinären Fragestellungen interessiert sind. Studierende der Geschichte können an diesem Modul nur teilnehmen, wenn Sie die Veranstaltungen des Moduls nicht für das Fach besuchen wollen. |
| Veranstaltungszeit | Montag 14:00 - 16:00, Freitag 12:00 - 14:00 |
| Dozenten | Medardus Brehl |
| Arbeitsaufwand | Teil 1 ( Seminar ): Aktive Teilnahme und Referat Teil 2 ( Seminar ): Aktive Teilnahme , Referat und Hausarbeit (12 bis 15 Seiten) |
| Literatur | Teil 1: Plunka, Gene A.: Holocaust Drama. The Theater of Atrocity, Cambridge u.a. 2009 . Teil 2 : Hebekus, Uwe / Stöckmann, Ingo (Hg.): Die Souveränität der Literatur. Zum Totalitären der klassischen Moderne, 1900-1933, München/Paderborn 2008. |
| Modulteil | [050329] Kollektive Gewalt und Völkermord im Drama und auf der Bühne (A1, V2) - WS 26/27, [050328] Total schön? Ästhetiken des Totalitarismus Literatur, Kunst, Musik, Film (A1, V2) - WS 26/27 |
| Modultyp | |
| Modulanbieter | Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen, Institut für Diaspora- und Genozidforschung |
| Inhalt | Teil 1: Kollektive Gewalt und Völkermord im Drama und auf der Bühne (Seminar) , WiSe 2026/27 , Montag 14-16 h (Dr. Medardus Brehl) Teil 2: Total schön? Ästhetiken des Totalitarismus – Literatur, Kunst, Musik, Film (Seminar) , WiSe 2026/27 , Freitag 1 2 -14 h (Dr. Medardus Brehl) Das 20. Jahrhundert gilt als „ Jahrhundert der Völkermorde “ . Auf zentrale Strukturcharakteristika genozidaler Politiken hat insbesondere die seit den 1970er Jahren in anglo-amerikanischen Forschungszusammenhängen entstandene interdisziplinäre Genozidforschung aufmerksam gemacht. Das Vertiefungsmodul „Kollektive Gewalt, Holocaust und Genozide“ lenkt zum einen den Fokus auf einen besonderen Aspekt der literarischen Bearbeitung von Kollektiver Gewalt und Genozid, nämlich auf dramatische Texte und ihre Umsetzung auf der Bühne (Teil 1), zum anderen soll das Verhältnis zwischen Totalitarismus und Ästhetik im 20. Jahrhundert in einem interdisziplinären Zugriff in den Blick genommen werden (Teil 2). Das Modul ist anrechenbar als Vertiefungsmodul 1 oder 2 für das Zertifikat „Collective Violence, Holocaust und Genocide Studies“ (CVG) des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung, das in Kooperation mit dem Optionalbereich und der Professional School of Education der Ruhr-Universität Bochum vergeben wird. Teil 1: Die Erfahrung von kollektiver Gewalt und Völkermord stellen ungebrochen eine Herausforderung ästhetischer Reflexionen und literarischer Annäherungen dar. Im Seminar soll der Fokus auf einen spezifischen Bereich der Literatur gelenkt werden: auf Dramentexte und das (Sprech- und Musik-)Theater. Welche Strategien einer literarisch-dramatischen Auseinandersetzung lassen sich beobachten und unterscheiden? Was erscheint im Drama sagbar und wie wird es sagbar gemacht? Wie werden schließlich Gewalt und Gewalterfahrung »auf die Bühne gebracht«? Diese und weitere Fragen sollen anhand von (deutsch-, englisch- und französischsprachigen) Dramentexten und Opernlibretti sowie Aufführungen/Inszenierungen aus dem Bereich des Sprech- und Musiktheaters diskutiert werden. Teil 2: Im Seminar soll das komplex e Verhältnis zwischen Totalitarismus und Ästhetik im 20. Jahrhundert in interdisziplinären Zugriff in den Blick genommen werden. So wird einerseits exemplarisch der in den verschiedenen Totalitarismen präsenten »Ästhetisierung des Politischen« (W. Benjamin) nachgegangen werden. Andererseits sollen die Konvergenzen und Divergenzen totalitärer Programmatiken einerseits und künstlerischer Avantgarden der klassischen Moderne (Futurismus, Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus...) andererseits diskutiert werden. Nicht zuletzt stellt sich schließlich die Frage nach den ästhetisch-künstlerischen Programmen und Ästhetiken, die in totalitären Regimes selbst entworfen wurden. Diese und weitere Aspekte sollen anhand von Beispielen aus Literatur, Kunst, Film und Musik diskutiert werden . |
| Lernziele | Förderung interdisziplinären Arbeitens, Diskutierens und Verstehens. Erfahrung mit Präsentationserstellung und Präsentation. Das Modul bietet zudem Gelegenheit zur Erarbeitung von Fragen und eigenen Projekten, denen im Rahmen der Seminare besonderer Raum geboten werden soll. |