| Modulname | Deutsch-türkische Literatur und türkische Literaturen im Vergleich |
|---|---|
| Gebiet | |
| Profil | Profil Freie Studien |
| CPs | 5 CP |
| Campus | Hier geht es zum Vorlesungsverzeichnis |
| Voraussetzungen | Türkischkenntnisse sind erwünscht, aber nicht erforderlich. Je nach Kenntnisstand der Gruppe kann und wird auf deutsche bzw. englische Übersetzungen zurückgegriffen werden. |
| Besonderheiten | TN-Plätze 15 / 30 Termin der 1. Sitzung Teil 1: Mo, 19.10.2026, 14-16 Uhr Teil 2: Do, 22.10.2026, 14-16 Uhr Anmeldungen: Losverfahren Anmeldephasen: 14.09. – 08.10.2026 Abmeldephase: 14.09. – 23.10.2026 Nachrückfrist: 12.10. – 23.10.2026 Losverfahren nach dem 08.10.2026 Zusammensetzung der Endnote: Die Modulnote wird aus dem Durchschnitt der Noten beider Modulteile ermittelt. Prüfungstermin : |
| Blockseminar | Nein |
| Vorkenntnisse | |
| Veranstaltungszeit | Montag 14:00 - 16:00, Donnerstag 14:00 - 16:00 |
| Dozenten | Hülya Celik |
| Arbeitsaufwand | Teil 1 : Anwesenheitspflicht; wöchentliche Lektüre und Diskussionen um die Lektüre; ein Referat/eine Präsentation (inkl. Handout) - auch als Gruppenarbeit möglich Teil 2 : Anwesenheitspflicht; wöchentliche Lektüre und Diskussionen zur Lektüre |
| Literatur | Becker, Sabine, et al., eds. Grundkurs Literaturwissenschaft. Reclam, 2012. Blumenrath, Hendrik, Julia Bodenburg, Roger Hillman, and Martina Wagner-Egelhaaf. Transkulturalität . Türkisch-deutsche Konstellationen in Literatur und Film. Aschendorff, 2007. Göknar, Erdağ. “The Novel in Turkish: Narrative Tradition to Nobel Prize.” In Cambridge History of Turkey , edited by Reşat Kasaba. Vol. 4. Cambridge University Press, 2008. Hofmann, Michel, and Iulia-Karin Patrut. Einführung in die interkulturelle Literatur . Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2015. Havlioğlu, Didem, and Zeynep Uysal, eds. Routledge Handbook on Turkish Literature . Routledge, 2023. Hodaie, Nazli, and Michael Hofmann, eds. Postmigrantische Literatur. Grundlagen, Analysen, Positionen . J. B. Metzler, 2024. Nünning, Vera, and Ansgar Nünning, eds. Methoden der literatur- und kulturwissenschaftlichen Textanalyse. Ansätze – Grundlagen – Modellanalysen. J. B. Metzler, 2010. |
| Modulteil | [050113] Migration in der Literatur und Literatur in der Migration - Deutsch-Türkische Literatur und türkische Literaturen im Vergleich - WS 26/27, [050115] Literatur- und kulturwissenschaftliche Theorien und Methoden - WS 26/27 |
| Modultyp | |
| Modulanbieter | Fakultät für Philologie, Fakultät für Philologie / VIII. Institut für Arabistik und Islamwissenschaft, Fakultät für Philologie |
| Inhalt | Teil 1: Migration in der Literatur und Literatur in der Migration – Deutsch-Türkische Literatur und türkische Literaturen im Vergleich (Proseminar, 050 105, Jun.-Prof. Hülya Çelik, h.celik@rub.de ), WS 2026/27, Mo., 14-16 Teil 2: Literatur- und kulturwissenschaftliche Theorien und Methoden (Übung, 050 115, Jun.-Prof. Hülya Çelik, h.celik@rub.de ), WS 2026/27, Do., 14-16 Das Modul führt in zentrale Themen, Entwicklungen, Theorien und Methoden der deutsch-türkischen Literatur und der türkischen Literaturen im Kontext von Migration, Exil und transnationalen Verflechtungen ein. Es verbindet die vergleichende Analyse literarischer Texte mit der Erarbeitung literatur- und kulturwissenschaftlicher Begriffe und Methoden. Während das Proseminar untersucht, wie Migration, Mehrsprachigkeit, Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit literarisch gestaltet werden, vermittelt die begleitende Übung die theoretischen und methodischen Grundlagen für eine eigenständige Analyse. Berücksichtigt werden dabei unter anderem Ansätze der Transkulturalität, Postcolonial Studies, Gender Studies, Diskursanalyse und Digital Humanities. Teil 1: Das Proseminar untersucht Migration sowohl als literarisches Thema als auch als Bedingung literarischer Produktion. Im Mittelpunkt stehen deutsch-türkische Literatur und türkische Literaturen seit den 1960er Jahren, die Erfahrungen von Arbeitsmigration, Exil, Flucht, Gefangenschaft, Mehrsprachigkeit, Zugehörigkeit und Fremdzuschreibung verhandeln. Dabei werden Texte von Autoren wie Aras Ören, Aysel Özakın, Emine Sevgi Özdamar, Fatma Aydemir, Elif Shafak und weiteren zeitgenössischen Stimmen gelesen und vergleichend diskutiert. Das Seminar fragt danach, wie Migration literarisch erzählt, ästhetisch gestaltet und politisch reflektiert wird. Neben Texten über Migration werden auch Formen des Schreibens in der Migration, im Exil oder unter Bedingungen politischer Verfolgung einbezogen. Begriffe wie Gastarbeiterliteratur, Migrantenliteratur, Exilliteratur, transnationale Literatur und postmigrantisches Schreiben werden kritisch diskutiert und anhand ausgewählter Primärtexte überprüft. Ziel des Proseminars ist es, Studierenden einen Überblick über zentrale Entwicklungen, Autoren und Fragestellungen deutsch-türkischer und türkischer Literaturen im Kontext von Migration zu vermitteln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf intensiver Lektüre, vergleichender Textanalyse und der Frage, wie Literatur Vorstellungen von Herkunft, Sprache, Erinnerung, Identität und gesellschaftlicher Zugehörigkeit verhandelt. Organisation der Lehrveranstaltung: Anwesenheitspflicht; wöchentliche Lektüre und Diskussionen um die Lektüre; ein Referat/eine Präsentation (inkl. Handout) - auch als Gruppenarbeit möglich; Proseminararbeit (optional) Teil 2 : Die Übung bietet eine Einführung in zentrale Theorien und Methoden der Literatur- und Kulturwissenschaften mit besonderem Bezug auf türkische, deutsch-türkische und transnationale Literaturen. Im Mittelpunkt stehen Ansätze, die für die Analyse von Migration, Exil, Mehrsprachigkeit, Identität, Zugehörigkeit und kultureller Übersetzung relevant sind. Behandelt werden unter anderem Konzepte wie Transnational Turn, Third Space, Hybridität, postmigrantisches Schreiben, Cultural Translation, Inter- und Transkulturalität sowie ausgewählte Ansätze der Literatursoziologie, Diskursanalyse, Gender Studies und Postcolonial Studies. Ergänzend werden neuere methodische Perspektiven der Digital Humanities einbezogen. Die Übung soll auch einen Überblick darüber bieten, welche digitalen Werkzeuge in der Philologie sowie in den Literatur- und Kulturwissenschaften sinnvoll eingesetzt werden können - etwa für Textanalyse, Annotation, Korpuserstellung, Visualisierung, Mapping oder die Arbeit mit mehrsprachigen und übersetzten Texten. Ziel ist es, Studierenden einen grundlegenden methodischen Werkzeugkasten zu vermitteln, der theoretische Orientierung mit konkreten Möglichkeiten literatur- und kulturwissenschaftlichen Arbeitens verbindet. Organisation der Lehrveranstaltung: Anwesenheitspflicht; wöchentliche Lektüre und Diskussionen zur Lektüre |
| Lernziele | Literaturhistorische und thematische Orientierung: Die Studierenden erwerben grundlegende Kenntnisse über zentrale Entwicklungen, Autor*innen und Themen der deutsch-türkischen und türkischen Literaturen im Kontext von Migration, Exil und transnationalen Verflechtungen. Literatur- und kulturwissenschaftliche Analysekompetenz: Die Studierenden sind in der Lage, literarische Texte vergleichend zu analysieren und dabei zentrale theoretische Konzepte und methodische Ansätze der Literatur- und Kulturwissenschaften anzuwenden. Methodische Reflexion und eigenständiges Arbeiten: Die Studierenden können unterschiedliche Analyseverfahren kritisch beurteilen und für eigene literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen sinnvoll einsetzen. |